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>> 1. Sonne, Wind und Wasser
Der Ursprung jedes Lebens auf der Erde beruht auf der Energie der Sonne.
Sonne, Wind und Wasser sind frei verfügbare Energien, die jeder nach seinen Möglichkeiten nutzen kann. Die Sonnenenergie ist unerschöpflich, was von fossilen Energieträgern wie Kohle, Gas und Oel nicht behauptet werden kann.
In der heutigen Zeit werden die Forderungen nach umweltfreundlichen Energieformen immer lauter und kein realistisch denkender Mensch kommt heute an diesem Thema vorbei.
Die am weitesten verbreitete Nutzung der Sonnenenergie ist die direkte Umwandlung der Sonneneinstrahlung in elektrische Energie mittels Solarzellen. Bereits in den 50er Jahren wurden Solarzellen entwickelt und in der Weltraumtechnik zur Speisung von Satelliten eingesetzt. Die ersten 'zivilen' Solargeneratoren folgten in den 70er Jahren.
Seit der Energiekrise von 1973 hat die Menschheit erkannt, dass die fossilen Energieträger nicht unbegrenzt zur Verfügung stehen und hat der Idee von der umweltfreundlichen Energiegewinnung mächtig Vorschub geleistet. Der Reaktorunfall von Tschernobyl im Jahre 1986 hat das Interesse noch mehr gefördert.
Die totale Elektrifizierung und deren Annehmlichkeiten hat diese Energieart auch an abgelegenen Orten, die kein Stromnetz zur Verfügung haben oder deren Erstellung viel zu teuer würde, salonfähig gemacht.
Immer mehr abgelegene Objekte wie SAC-Hütten, Bauernhöfe, Ferienhäuser im In- und Ausland, etc. werden mit dieser umweltfreundlichen Energieform elektrifiziert. Natürlich hat diese Form der Energiegewinnung in Hinsicht auf Kosten seine Grenzen. Es kann nicht der Gedanke des unbeschränkten Komforts im Vordergrund stehen, sondern aus der zur Verfügung stehenden und finanzierbaren Sonnenenergie das optimale herauszuholen. Der erfolgreiche Solarstromanwender muss vom reinen Konsumdenken wegkommen und sich mehr denn je die Frage der Ökonomie und Ökologie seines Energiekonsums stellen. Dies ist mittels eines umfangreichen und der alternativen Energiegewinnung angepassten Sortiments an 12 V und 24 V-Verbrauchern kein Problem mehr. Auch 230 V-Wechselstrom wird heutzutage problemlos mit einem Wechselrichter produziert.
Die Problematik bei der photovoltaischen Anwendung liegt darin, dass die grösste Energiemenge anfällt, wenn der gleichzeitige Verbrauch am geringsten ist. Das heisst, tagsüber und bei sonnigem Wetter ist die Sonneneinstrahlung am grössten, jedoch wird keine Energie in Form von Beleuchtung etc. verbraucht. Um die Energie des Tages in die Nachtstunden oder von sonnigen Tagen in trübe Tage hinüber zu retten, benötigt man einen Energiespeicher. Dieser Speicher ist bei Netzverbundanlagen das öffentliche Stromnetz, bei Inselanlagen die Batterie. Heute werden für die 'Sonnenspeicherung' spezielle Batterien angeboten, die bei richtiger Projektierung und Wartung eine lange Lebensdauer aufweisen.
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>> 2. Die Inselanlage, das Konzept
Die Inselanlage stellt ein unabhängiges Energieversor-gungssystem mit Energiespeicher dar. Die elektrische Energie die mittels einem Solargenerator erzeugt wird, wird in der Batterie zwischengespeichert. In der Nacht oder an sonnenarmen Tagen wird die Versorgung ausschliesslich aus der Batterie erfolgen. Dieses häufige Laden und Entla-den der Batterie wird als 'zyklieren' bezeichnet und stellt ausserordentlich hohe Anforderungen an die Solarbatterie.
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>> 3. Die Batterie als Zwischenspeicher
Der Batterie als Zwischenspeicher der elektrischen Energie kommt besondere Bedeutung zu. Die Hauptaufgabe stellt die Speicherung (Ladung) der anfallenden Energie bei stetiger Abgabebereitschaft (Entladung) dar. Daraus ergeben sich folgende Eigenschaften die eine Solarbatterie erbringen muss.
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> ausreichend hohe Ladungsaufnahme
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> wartungsarmer Betrieb
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> Zyklenfestigkeit
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> geringe Selbstentladung
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>> 4. Batterieauswahl
Batterie ist nicht gleich Batterie. Für fast jede Anwendung gibt es auf dem Markt die richtige technische Lösung. Dies gilt im Besonderen für die Speicherung der Solarenergie. Die Batterie ist das schwächste Glied in der Kette und bekanntlich ist die Kette nur so gut wie das schwächste Glied. Nicht nur die richtige Batterie, sondern auch das Know-how, wann, wo und wie ist für den erfolgreichen und langjährigen Betrieb einer Solaranlage von ausschlaggebender Bedeutung. Ganz grob gelten folgende Abgrenzungen:
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>> 4.2 Erreichbare Zyklenzahl in Abhängigkeit der Entladetiefe
Generell kann gesagt werden, je geringer die Entladetiefe in einem Zyklus ist, je länger ist die zu erreichende Lebensdauer der Solarbatterie.
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(grosse Abbildung - Bild anklicken!)
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>> 4.3 Einfluss der Temperatur auf die Lebensdauer
Hohe Temperaturen reduzieren die Lebensdauer der Batterie enorm - dies sollte unbedingt in südlichen Ländern beachtet werden!
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>> Warum sollte man eine Starterbatterie nicht für Versorgungszwecke einsetzen?
Immer wieder kommt es vor, daß Starterbatterien in Anwendungen eingesetzt werden, für die sie nicht konzipiert sind, so z.B. als Zweitbatterie im Wohnwagen, zur Versorgung elektrischer Verbraucher in Solaranlagen, zur Beleuchtung und Versorgung von Notarztwagen, als Versorgungsbatterie von Booten oder zur Stand-by-Absicherung von Computern.
Die Hauptaufgabe von Starterbatterien ist es, für kurze Zeit während des Startvorganges hohen Strom abzugeben, um einen Verbrennungsmotor zu starten. Um diese hohen Ströme zu liefern, bedarf es grosser Plattenflächen. Deshalb sind die Zellen von Starterbatterien mit möglichst vielen dünnen, parallelgeschalteten Elektroden bestückt.
Dauerhaftes Zyklisieren (laden/entladen) von 60% bis 80% der Nominalkapazität bei mittleren Strömen führt innerhalb der dünnen Platten zu starken Kräften, was eine Ablösung der Masse vom Elektrodengitter zur Folge hat und zu einem vorzeitigen Verschleiss der Batterie führt.
Für Energieentnahmen von 60 % bis 80 % der enthaltenen Nennkapazität sind daher Spezialbatterien zu verwenden, die für diese Art der Anwendung hergestellt wurden.
Auch bei diesen Batterien sind Tiefentladungen zu vermeiden. Tiefentladungen, die dann eintreten, wenn über die Unterspannungsgrenze hinaus Kapazität entnommen wird, verkürzen die Batterie-Lebensdauer. Zweckmässig ist daher eine Unterspannungsabschaltung (Tiefentladeschutz) zu verwenden.
>> 5. Batterie - Systemvergleich
Der Systemvergleich von Batterien ist nicht einfach. Die Schwierigkeit liegt darin, dass Parameter gefunden werden müssen, die sich miteinander vergleichen lassen. Nur so ist es möglich, aussagekräftige Daten zu erhalten. Ein Kriterium stellt die Kapazität in Abhängigkeit der Entladezeit dar. Vielfach wird bei Solarbatterien die 100-stündige Kapazität (K100) angegeben. Dies ist auch sinnvoll, da eine Solarbatterie eher über einen Zeitraum von 100 Stunden entladen wird. Nach DIN werden die meisten Batterien mit der 5-stündigen Kapazität (K5) oder bei Industriebatterien mit der 10-stündigen Kapazität (K10) definiert. Dies führt oft dazu, dass der Anwender keine Vergleichsmöglichkeit mit Konkurrenzprodukten hat. Dies lässt sich ganz einfach machen, indem die Ampèrestunden (Kapazität) mit dem Batteriegewicht verglichen wird. Eine Batterie mit wesentlich tieferem Gewicht, kann keine höhere Kapazität aufweisen. Der Bleigewichtsvergleich stellt auch einen direkten Zusammenhang zwischen Leistung und Lebensdauer dar. Es gilt:
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Lange Lebensdauer und hohe Leistung = hohes Bleigewicht!
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>> 6. Definition der Kapazität in Abhängigkeit der Entladezeit
Die verschiedenen gebräuchlichen Definitionen der Kapazität in Abhängigkeit der Entladedauer (K5, K20, K100) ist recht schwierig zu erklären. Am besten wird der Vergleich mit dem Auto verstanden. Wir gehen davon aus, dass das Auto mit einen Tankinhalt von 40 Litern mit behutsamer Fahrweise (lange Entladezeit, kleine Ströme, z.B. K100) 500 km weit fahren kann. Nun wird der Fahrstil geändert, dass heisst, wir drücken stärker aufs Gaspedal (mittlere Entladezeit, mittlere Ströme, z.B. K20) plötzlich erreichen wir mit demselben Tankinhalt wesentlich weniger Kilometer (z.B. 450 km). Der Fahrstil wird agressiv (kurze Entladezeit, grosse Ströme, z.B. K5) und wir erreichen mit der gleichen Energiemenge nur noch 380 km. Dieser Vergleich mit dem Auto soll zeigen, dass je grösser der Entladestrom ist, mit der gleichen Kapazität (Ah) weniger Entladezeit (Autonomie) zur Verfügung steht. Wie im obigem Abschnitt bereits erwähnt, ist es sinnvoll, bei der Photovoltaik die 20- oder 100-stündige Kapazität (K20, K100) zu benutzen.
In Bezug auf die Häufigkeit der Wartung (nachfüllen von destilliertem Wasser), ist der Säuregehalt einer Bleibatterie massgebend. Grundsätzlich kann gesagt werden, je mehr Säure enthalten ist, desto länger werden die Wartungsintervalle.
>> 7. Wartungshinweise
Normalerweise erfordert die Behandlung der Batterie ein Minimum an Aufwand. Heute sind die meisten Batterien wartungsarm. Sie verbrauchen wenig Wasser. Trotzdem muss 1 bis 2mal pro Jahr der Niveaustand kontrolliert und bei Bedarf destilliertes Wasser nachgefüllt werden - niemals Säure nachfüllen!
Die Batterieklemmen und die Oberfläche müssen immer sauber sein, dadurch werden Kriechströme vermieden. Während der Ladung nicht mit Feuer oder Raucherwaren in der Nähe der Batterie hantieren - da Knallgasbildung!
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| SWISSsolar compact (Anleitung PDF) |
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| SWISSsolar professional (Anleitung PDF) |
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Alle Solarbatterien bedürfen einer gewissen Wartung.
1. Die Oberfläche der Batterie soll stets sauber und trocken sein, andernfalls bilden sich Kriechströme aus, welche die Batterie zusätzlich entladen.
2. Batterie und Kabelanschlüsse sind in Abständen auf festen Sitz zu prüfen und gegebenenfalls nachzuziehen. Für Solarbatterien mit Verschlussstopfen gilt weiter:
3. Der Flüssigkeitsstand ist regelmäßig zu überprüfen. In der warmen Jahreszeit ist Wasserverbrauch normal, bei auffällig hohem Verbrauch sollte die Reglerspannung vom Fachmann überprüft werden.
4. Ist der Flüssigkeitsstand der Batterie zu niedrig, muß ausschließlich destilliertes Wasser - niemals Säure - nachgefüllt werden.
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Bei der Lagerung von Starterbatterien ist folgendes zu beachten:
5. Batterie immer möglichst vollgeladen halten, um die Ausbildung größerer Bleisulfatkristalle zu verhindern. Batterie niemals im entladenen (auch teilentladenen) Zustand stehen lassen!
6. Auf Lager stehende, gefüllte Batterien regelmäßig kontrollieren und spätestens bei Säuredichte unter 1,20 kg/l nachladen.
>> 8. Mess- und Kontrollgeräte
Die Überwachung eines ausreichenden Ladezustandes lässt sich mit einem Säuredichtemesser nach den Behandlungsvorschriften oder mittels genauer Spannungsmessung durchführen.
Der Grad des Ladezustands wird durch die Säuredichte bestimmbar (gemessen bei 25°C). Es gelten die Werte in den Behandlungsvorschriften.
>> 9 Wohin mit der verbrauchten Batterie
Unser Entsorgungskonzept garantiert eine fach- und umweltgerechte Entsorgung der ausgedienten Solarbatterien. Sie werden recycliert und zu 96% wiederverwertet. Die nicht recyclingfähigen 4% (PVC) werden verbrannt oder deponiert.
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